Konsequente Fortführung der falschen Geldpolitik

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Abschaffung des Bargelds würde den Weg in eine totalitäre Zukunft ebenen

 

Berlin, 19. Mai 2015 – „Dass der vermeintliche Wirtschaftsweise Peter Bofinger Bargeld für einen Anachronismus hält, lässt tief blicken. Vermutlich hält er individuelle Freiheiten und Bürgerrechte für ebenso unzeitgemäß“, bemerkt Wolfgang Baumbast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Liberalen Vereinigung, angesichts Bofingers Einlassungen im Spiegel. Neben den altbekannten Argumenten für ein Bargeldverbot, Bekämpfung von Kriminalität und Steuerhinterziehung, führte Bofinger auch die Zeitersparnis beim Einkaufen an. Dabei steht Bofinger mit seiner Haltung nicht alleine. Auch andere bekannte Ökonomen wie Kenneth Rogoff sprachen sich jüngst für ein Bargeldverbot oder zumindest die massive Einschränkung des Bargeldverkehrs aus.

 

„Die angeführten Argumente gegen das Bargeld sind nicht nur teilweise von geradezu kindischem intellektuellen Niveau, sondern auch falsch und irreführend“, so Baumbast weiter. Der tatsächliche Grund, weshalb so massiv gegen das Bargeld geschossen wird, sei in der völlig verfehlten Geldpolitik zu suchen: „Weil Politiker ebenso wie jene angeblichen Top-Ökonomen ernsthaft glauben, negative Zinsen wären die Lösung für die internationale Finanzkrise, müssen sie auch für das Bargeldverbot trommeln. Denn wer zur Kasse gebeten wird, dass er seiner Bank einen Kredit gibt, und nichts anderes sind die Spar- und Geldeinlagen der Kunden bei Geschäftsbanken, der wird sein Geld abziehen und es lieber außerhalb des Bankensystems halten. Mit anderen Worten: Die künstlichen negativen Zinsen verursachen einen Bankrun. Dieser aber muss um jeden Preis verhindert werden, da das Kartenhaus des Teilreserve-Systems kollabiert, wenn ihm die Bürger Kapital entziehen. Deshalb soll Bargeld verboten werden.“

 

Statt also konsequent die falsche Geldpolitik fortzuführen und das Bargeld abzuschaffen, wäre der richtige Schritt die Rückkehr zur ökonomischen Vernunft. „Die niedrigen Zinsen führten zur Finanzkrise. Negative Zinsen werden das Ausmaß der Fehlallokationen, der Fehlanreize und schließlich der volkswirtschaftlichen Verwerfungen noch verschärfen. Wir müssen zu echten Marktzinsen zurückfinden, auch wenn dies im ersten Schritt sehr schmerzhaft wäre. Aber nur wenn wir eine ehrliche Bereinigung zulassen, ist ein echter, nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung danach wieder möglich. Ein Bargeldverbot wird kein einziges Problem lösen, sondern nur weitere schaffen“, so Baumbast abschließend.

 

„Die künstlich niedrigen Zinsen ermöglichten die Finanzkrise, nun enteignen negative Zinsen die Bürger. Ein Bargeldverbot entzieht jenen die einfachste Möglichkeit, sich gegen diese Enteignung zumindest teilweise zur Wehr zu setzen“, fügt Dagmar Metzger, Vorstandsmitglied der Liberalen Vereinigung, an. Wer dem Bürger suggeriere, ein Bargeldverbot sei harmlos, ja vielleicht sogar von Vorteil, der täusche die Menschen. Die Abschaffung des Bargelds stellt die größte Bedrohung der bürgerlichen Freiheiten dar. Ohne Bargeld lasse sich vollständige Überwachung und Kontrolle der Menschen ohne weiteres umsetzen. Metzger abschließend: „Die bargeldlose Gesellschaft ist mitnichten eine friedliche und gewaltlose Gesellschaft, sondern der Ausgangspunkt der Orwellschen Horrorvision eines totalitären Überwachungsstaates.“

 

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